Kfz-Versicherung – die Haftpflicht

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jedes Auto haftpflichtversichert ist. Wer schon einmal einen Wagen angemeldet hat, der kennt die Vorgaben, denn die Anmeldung bei der Zulassungsstelle ist ohne einen Versicherungsnachweis nicht möglich. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der Kfz-Haftpflicht, wobei die Basisvariante kaum noch genutzt wird. Dieser Artikel verrät mehr.

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Die Grundsicherung: Kfz-Haftpflicht in der Basisvariante

Als mehr als die Grundsicherung ist diese Version nicht zu bezeichnen. Sie hält sich streng an die gesetzlichen Vorgaben und geht kein Stück darüber hinaus. Dafür ist sie besonders günstig, wenngleich nur in absoluten Notfällen zu empfehlen. Aber warum ist das so?

• Deckungssummen – der Gesetzgeber schreibt die Mindestdeckungssummen der Kfz-Haftpflichtversicherung vor. Als die Summen erhoben wurden, galten noch andere Umstände. Heute gelten die gesetzlichen Mindestdeckungssummen als veraltet und wesentlich zu niedrig.
• Risiko – natürlich ermöglicht diese Haftpflicht die Teilnahme am Straßenverkehr. Problematisch kann es nur bei einem Unfall werden, wenn zu viele Personen geschädigt werden oder der Wagen in einen Vorgarten mit hochwertigen Skulpturen rast. Durch die geringen Deckungshöhen ist der von der Versicherung zu erstattende Betrag rasch aufgebraucht – und jetzt zahlt der Autofahrer den Rest.

Die Basisvariante der Haftpflichtversicherung ist bei den meisten Autoversicherungen kaum noch zu finden, einige bieten sie gar nicht mehr an. Selbst Autofahrer mit einer extrem schlechten Bonität werden oft in der besseren und neuen Kfz-Haftpflicht zugelassen.

Die neue Kfz-Haftpflicht: Mehr Schutz

Die moderne Kfz-Haftpflicht gehört weiterhin zu den Pflichtversicherungen, doch ist in ihr der Schutz bedeutend erweitert. Das offenbart sich gerade in den Deckungssummen:

• Personenschäden – die gesetzliche Vorschrift liegt bei 7,5 Millionen Euro. Ein Massenunfall mit Folgeschäden kann diese Summe im Nu überschreiten. Moderne Haftpflichtversicherungen nutzen 100 Millionen Euro nur für Personenschäden.
• Sachschäden – 1,2 Millionen Euro schreibt das Gesetz vor. Wie schon erwähnt: Wer in Kunstskulpturen rast, der ist schnell darüber.
• Vermögensschäden – 50.000 Euro gibt das Gesetz vor. Die moderne Kfz-Haftpflicht fasst Sach- und Vermögensschäden meist zusammen und setzt einen Wert von 100 Millionen Euro an.

Zu den Sachschäden würden auch die Schäden an den am Unfall beteiligten Fahrzeugen zählen. Wer einen Massenunfall auf der Autobahn verursacht, der übersteigt die gesetzliche Summe fast mühelos: Einige Autos, einige mit hochwertigen Gütern beladene Lkw – schon sind 1,2 Millionen überschritten, zumal noch die Vermögensschäden hinzukämen. Mit 100 Millionen ist viel mehr Puffer und Unfallverursacher haben zwar weiterhin die Schäden am eigenen Fahrzeug (dafür wäre die Vollkasko da), müssen aber nicht bis ans Lebensende eigenständig für die Schäden aufkommen.

In den Kaskoversicherungen ist die erweiterte Kfz-Haftpflicht stets integriert. Es gibt wohl keine Teil- oder Vollkasko, die mit den gesetzlich genannten Deckungshöhen arbeitet.

Mehr Inhalte in der Kfz-Haftpflicht

Die jetzige Kfz-Haftpflicht wird praktisch schon von Werk aus mit Zusätzen angeboten, die natürlich auch denen zustehen, die eine schlechte Schufa haben. Aber welche sind das?

• Mallorca-Police – üblich ist, dass die eigene Kfz-Haftpflicht auch für Unfälle zahlt, die im Ausland mit einem Mietwagen passieren. Allerdings muss sich die Versicherung nun nur an die im Urlaubsland gängigen Vorschriften und Deckungssummen halten. Die Mallorca-Police hebt das Problem auf und schützt den Autofahrer erneut vor Restforderungen seitens der Geschädigten.
• Schadensfreiheitsrabatt – er ist stets inkludiert. Gegen einen Aufpreis lässt sich zugleich der Rabattschutz nutzen. Dieser stellt sicher, dass sich die Versicherungsprämie nach einem verschuldeten Unfall nicht erhöht, obwohl die Schadensfreiheitsklasse steigt. Aber: Bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung entfällt zumeist der Rabattschutz. Die neue Versicherung stuft den Fahrer nun anhand der Freiheitsklasse ein.
• Schutzbrief – bleibt der Wagen liegen, kümmert sich die Versicherung darum, wenn ein Schutzbrief vereinbart wurde. Diese Möglichkeit lohnt sich jedoch nicht für jeden. Wer ohnehin in einem der Autoclubs versichert ist, der hat die Leistung schon darüber.

In den meisten Tarifen der Kfz-Haftpflicht sind diese Zusätze schon enthalten oder können für sehr günstiges Geld hinzugebucht werden.

Sparen bei der Kfz-Haftpflicht

Bei der Kfz-Haftpflicht lässt sich durchaus noch sparen, ohne dass auf Leistungen verzichtet werden muss. Da sie ohnehin nicht den Zusatzschutz der Kaskoversicherungen beinhaltet, kann beim Fahrer selbst gespart werden:

• Ausschlüsse – umso weniger Personen den Wagen fahren dürfen, desto günstiger ist die Kfz-Haftpflicht. Ist es möglich, so sollten junge Fahrer oder auch Fremdfahrer ausgeschlossen werden.
• Freiheitsklasse – sie orientiert sich an der Unfallfreiheit des Halters. Wer selbst in den vergangenen Jahren einen Unfall verursacht hat, die Eltern oder der Partner hingegen nicht, der sollte den Wagen auf deren Namen anmelden. Als Zweit- oder Drittwagen ist die Kfz-Haftpflicht meist ohnehin günstiger.
• Zahlweise – auch hier gilt: Wer einmal jährlich im Voraus zahlt, der spart Geld. Die monatliche oder vierteljährliche Zahlung ist zwar angenehm, doch rechnen die Versicherungen den Buchungsaufwand auf die Prämie drauf, sodass sich die Versicherung im Vergleich mit der jährlichen Zahlweise deutlich verteuert.
• Selbstbeteiligung – die Haftpflicht wird meist mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen. Die Höchstsumme sollte jedoch nicht bei mehr als 500,00 Euro liegen, anderenfalls lohnt es sich nicht.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist die Autoversicherung, die Versicherungsinteressenten immer angeboten werden muss. Eine generelle Ablehnung wegen Einträgen in der Schufa oder einer schlechten Bonität ist nicht erlaubt, da es sich um eine Pflichtversicherung handelt. Ausnahmen bestehen nur bei Versicherungsbetrug, der eben an dieser Versicherungsgesellschaft verübt wurde, noch ausstehenden hohen Restforderungen oder aber, wenn die Versicherungsgesellschaft sich nur an eng begrenzte Personengruppen richtet.

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Unser Tarifvergleich der Autoversicherungen bietet auch einen simplen Vergleich der Kfz-Haftpflicht. Es sind nur wenige Angaben notwendig, dann gleicht de Rechner automatisch die verfügbaren Tarife der Versicherer ab und gibt eine übersichtliche Aufstellungen heraus. Natürlich ist die Nutzung völlig kostenlos und unverbindlich. Dafür hilft sie beim Sparen und bietet die Möglichkeit, doch noch ein wenig mehr aus der Pflichtversicherung herauszuholen. Für Halter älterer Fahrzeuge oder für all diejenigen, die dringend sparen müssen, aber nicht auf den Wagen verzichten können, ist die Haftpflicht durchaus geeignet.